Stapel historischer gebundener Bände vor der Digitalisierung

Digitalisierungsprojekte der Staatsbibliothek zu Berlin

Digitalisierung-on-Demand, Fachinformationsdienste und DFG-konforme Komplettdigitalisierung seit 2012.

Aufgeschlagenes historisches Buch auf einem Zeutschel-Aufsichtsscanner während der Digitalisierung
Aufgeschlagenes Buch während der bestandsschonenden Digitalisierung. Foto: BiblioCopy.

Seit vielen Jahren unterstützt BiblioCopy die Staatsbibliothek zu Berlin (SBB) bei der Umsetzung anspruchsvoller Digitalisierungsprojekte. Dabei steht stets der verantwortungsvolle Umgang mit einzigartigen Beständen im Vordergrund – kombiniert mit moderner Technik, hohen Qualitätsstandards und einem effizienten Projektmanagement.

Digitalisierung-on-Demand (DoD) aus schützenswertem Buchbestand

Seit mehr als zehn Jahren ist BiblioCopy an der Digitalisierung-on-Demand (DoD) für die Staatsbibliothek beteiligt. Nutzer*innen können damit gezielt einzelne urheberrechtsfreie Werke aus dem schützenswerten Buchbestand in digitaler Form anfordern. Durch den schonenden Umgang mit den Originalen wird der physische Bestand geschützt, während gleichzeitig ein schneller und komfortabler Zugang zu den Inhalten ermöglicht wird.

DoD für Fachinformationsdienste (FID) wissenschaftlicher Bibliotheken

Seit 2014 unterstützen wir auch die Fachinformationsdienste (FID) wissenschaftlicher Bibliotheken mit unseren Digitalisierungs-Dienstleistungen. So wird Spezialliteratur für die Forschung nachhaltig erschlossen und ortsunabhängig verfügbar gemacht – ein entscheidender Beitrag zur Verbesserung der wissenschaftlichen Informationsinfrastruktur.

Komplettdigitalisierung nach DFG-Praxisregeln „Digitalisierung“

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Digitalisierung für die digitale Sammlung der Staatsbibliothek. Dabei setzt BiblioCopy die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) empfohlenen Praxisregeln um. Diese Richtlinien gewährleisten höchste Standards, unter anderem:

  • Bildqualität und Formate: verlustfreie Masterdateien (z. B. TIFF), Nutzungskopien in verbreiteten Formaten (z. B. JPEG, PDF).
  • Metadatenstandards: strukturierte Erfassung technischer, administrativer und beschreibender Metadaten für eine nachhaltige Nutzung.
  • Benutzerfreundlichkeit: klare Navigationsstrukturen und Durchsuchbarkeit für eine komfortable wissenschaftliche Arbeit.
  • Langzeitarchivierung: nachhaltige Sicherung und Reproduzierbarkeit durch standardisierte Prozesse.

So entstehen digitale Sammlungen, die nicht nur den heutigen Anforderungen gerecht werden, sondern auch langfristig für Forschung und Öffentlichkeit nutzbar bleiben.

Historische Quellen: „Parlamentaria Preußen“

Ein Beispiel-Projekt war im Jahr 2022 die Digitalisierung der historischen Bände der „Parlamentaria Preußen“, eine Reihe die sämtliche Sitzungsberichte, Drucksachen und Verhandlungen des Preußischen Landtages von 1921-1993 enthält. Neben der reinen Digitalisierung erfolgte auch die Erschließung der Digitalisate durch einfache Strukturdatenerfassung in Kitodo. Damit wurde nicht nur der Zugang zu den Digitalisaten gesichert, sondern auch eine komfortable Navigation innerhalb der Quellen ermöglicht – ein wichtiger Mehrwert für die historische Forschung.

Falls Sie sich selber von unserer Arbeit überzeugen wollen: Alle Digitalisate sind für die Öffentlichkeit frei zugänglich und können entweder über die Deutschen Digitalen Bibliothek oder direkt in den Digitalen Sammlungen der Staatsbibliothek eingesehen werden.

BiblioCopy: Ihr Partner für anspruchsvolle Digitalisierung

Ob Digitalisierung-on-Demand, Komplettdigitalisierung nach höchsten Standards oder die strukturierte Aufbereitung historischer Quellen – BiblioCopy ist Ihr erfahrener Partner für professionelle Digitalisierungsprojekte.

Glossar

Kurz erklärt

Glossar

Fachbegriffe aus unseren Digitalisierungsprojekten kurz erklärt.

ALTO-XML

Standardisiertes XML-Format für OCR-Ergebnisse. Es speichert erkannten Text zusammen mit Positionen und Layoutinformationen einer Seite.

DFG-Praxisregeln

Qualitäts- und Verfahrensempfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die Digitalisierung von Kulturgut.

FID

Fachinformationsdienste versorgen einzelne Wissenschaftsgebiete mit spezialisierter Literatur und digitalen Informationsangeboten.

Goobi

Open-Source-Software zur Steuerung, Dokumentation und Qualitätssicherung komplexer Digitalisierungsworkflows. Goobi und Kitodo haben einen gemeinsamen Ursprung in einer ab 2004 an der SUB Göttingen entwickelten Workflowsoftware und werden seit 2016 als getrennte Projekte weiterentwickelt.

IIIF

Offene Standards, mit denen Bilder und Metadaten aus unterschiedlichen Sammlungen einheitlich bereitgestellt und angezeigt werden können.

Kitodo

Open-Source-Softwaresuite zur Produktion, Verwaltung und Präsentation von Digitalisaten in Bibliotheken und Archiven. Kitodo und Goobi haben einen gemeinsamen Ursprung in einer ab 2004 an der SUB Göttingen entwickelten Workflowsoftware und werden seit 2016 als getrennte Projekte weiterentwickelt.

Metadaten

Strukturierte Angaben zu einem Digitalisat, etwa Titel, Signatur, Urheber*in, Datierung, Rechte, Dateiformat und Seitenfolge.

OCR

Optical Character Recognition: automatische Erkennung von gedrucktem Text in Bilddateien für Suche, Volltext und weitere Auswertung.

Paginierung

Erfassung und Zuordnung der gedruckten oder handschriftlichen Seitenzahlen zu den einzelnen Bilddateien.

Strukturdaten

Informationen zur inneren Gliederung eines Werks, zum Beispiel Kapitel, Artikel, Tafeln, Beilagen oder Seitenbereiche.

TIFF

Verlustfreies Bildformat, das häufig für hochauflösende Masterdateien und die Langzeitarchivierung eingesetzt wird.

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